Schwermetall Quecksilber

Schwermetalle als Heilungshindernis


Wie andere Umweltgifte auch, führen Schwermetalle häufig dazu, dass es in der Behandlung von Krankheiten bei Tieren zu Heilungshindernissen kommt. Das heißt, das Tier reagiert entweder gar nicht auf die Therapie, es kommt trotz kleinerer Fortschritte immer wieder zu Rückfällen oder die Heilung kann nicht vollständig abgeschlossen werden.

Was sind Schwermetalle?

Eine eindeutige wissenschaftliche Definition für Schwermetalle gibt es nicht. In einer Untersuchung hat die IUAPC (International Union of Pure and Applied Chemistry) sogar herausgefunden, dass es weltweit mindestens 38 verschiedene Definitionen gibt, bezogen auf unterschiedliche Größen wie Dichte, Atomgewicht, Ordnungszahl, chemische Eigenschaften oder Toxizität. Oft werden Metalle mit einer Dichte > 5 g/cm3 als Schwermetalle bezeichnet, meist wird aber auch das Halbmetall Arsen dazugezählt. Beim Tier haben wir es in der Praxis häufig mit chronischen Quecksilber- oder Arsenvergiftungen zu tun.

Wo liegt das Problem?

Schwermetalle akkumulieren sich in der Nahrungskette. Vor allem bei Mensch und Tier führt das dazu, dass nach und nach immer größere Mengen im Körper eingelagert werden. Die Ausscheidung ist sehr schwierig – selbst wenn nach Aufnahme eine Entgiftung über die Leber erfolgt, werden die Schwermetalle meist zu großen Teilen im Darm erneut aufgenommen und landen so wieder im Körper. Sie werden dann in den Zellen abgelagert und führen langfristig zu Problemen.

Schwermetalle gehen im Organismus besonders feste Bindungen mit Schwefelgruppen ein. Dadurch wird Eiweißstruktur der Zellen verändert und Enzymfunktionen werden meist irreversibel blockiert. Wichtige Stoffwechselvorgänge (Energieerzeugung, Wachstum, Proteinerzeugung und Hormonbildung) kommen zum Erliegen. Da dies zu einer Vielzahl von Symptomen führen kann, ist eine eindeutige Bestimmung einer chronischen Schwermetallvergiftung anhand der Symptomlage schwierig. Bei Arsenvergiftungen treten häufig dunkle Verfärbungen der Haut auf. Insgesamt kann es z. B. zu sinkender Leistungsfähigkeit, höherer Infektanfälligkeit, Hautproblemen, Haarausfall, neurologischen Störungen, Autoimmunerkrankungen oder auch zur Bildung von Tumoren kommen.

Wie kommt es zu einer Schwermetallvergiftung beim Tier?

Bei Katzen liegt die Ursache meist in der Nutzung von Katzenstreus auf Ton- oder Bentonitbasis. Diese enthalten, bedingt durch das Ausgangsmaterial, immer eine geringe Menge Arsen (eine Kollegin von mir hat mal eine ganze Reihe von Streus darauf testen lassen). Diese Mengen liegen zwar meist unter der deklarationspflichtigen Schwelle, allerdings laufen ja die Katzen ihr ganzes Leben regelmäßig darauf herum und putzen sich anschließend die Pfoten, so dass sie ständig kleine Mengen aufnehmen. Besser ist es, auf eine Streu auf Holzbasis zu verwenden (möglichst Bio, da so auch die Belastung mit Pestiziden oder Insektiziden ausgeschlossen ist). Gute Erfahrungen habe ich persönlich mit Cat’s Best Öko Plus gemacht.

Bei Hunden und Katzen kann eine Quelle für Schwermetallbelastungen auch in der häufigen Fütterung von Meeresfisch liegen. Leider sind die Meere inzwischen stark verschmutzt und alle Meeresfische enthalten Schwermetalle, so dass sich bei häufiger Fütterung dieser Fische die Schwermetalle wieder im Organismus des Tiers ansammeln.

Bei Hunden kann es zu einer Belastung mit Schwermetallen kommen, wenn man öfter auf dem früheren Grenzstreifen zwischen der DDR und der Bundesrepublik spazierengeht. Durch die Verwendung arsenhaltiger Pestizide ist hier der Boden noch teilweise belastet.

Was kann man dagegen tun?

Wenn man den Verdacht hat, dass ein Schwermetallbelastung beim Tier vorliegt, empfiehlt sich eine Ausleitung. Diese kann man mit natürlichen Stoffen wie Chlorellaalgen und Koriander vornehmen oder mit den so genannten Chelatbildnern, z. B. DMPS. Letzteres ist allerdings verschreibungspflichtig, so dass man hierfür ein Rezept benötigt und sich z. B. mit dem Tierarzt in Verbindung setzen muss.

Wichtig sind bei der Ausleitung folgende Punkte:

  • Man sollte nur bei abnehmendem Mond ausleiten, weil der Organismus in dieser Zeit Stoffe besser abgibt. Bei zunehmenden Mond hält er sie eher fest. Wichtig ist das insbesondere bei Anwendung der Chelatbildner.
  • Chlorella kann Schwermetalle aus den meisten Körpergeweben entfernen, ist aber nicht gehirngängig. Es empfiehlt sich, zunächst den Körper von Schwermetallen zu befreien, bevor man sie aus dem Gehirn holt, um zu starke „Verschiebereaktionen“ zu vermeiden.
  • Aus dem Gehirn können Schwermetalle mit Hilfe von Koriander entfernt werden. Zur Bindung der mobilisierten Schwermetalle benötigt es dann allerdings wieder Chlorella.
  • Bei der Verwendung von natürlichen Stoffen ist es wichtig, auf eine saubere Herkunft zu achten. Koriander sollte aus keinen Fall aus Asien stammen, da er sonst stark pestizidbelastet ist. Chlorella sollte nicht aus Freilandzucht kommen, weil die Alge sonst bereits aus der Umwelt Schwermetalle aufnimmt.

Gern berate ich Sie zur Schwermetallentgiftung bei Ihrem Tier – sprechen Sie mich an!