Hund am Strand

Urlaub mit Hund – Hinweise für eine gute Reise


Urlaubszeit – Reisezeit. Viele möchten ihren Hund mitnehmen, wenn es in die wohlverdiente Erholung geht. Damit es nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt, finden Sie hier einige nützliche Hinweise, was Sie vor und während der Reise beachten sollten:

Einreisebestimmungen und Impfstatus prüfen

Wenn Sie in Deutschland bleiben, haben Sie in dieser Hinsicht nichts zu beachten. Sobald Sie im Urlaub aber die Landesgrenzen überschreiten, gelten bestimmte Regelungen für die Einfuhr von Haustieren. Die Europäische Union hat 2012 die Einreisebestimmungen für alle Mitgliedsstaaten vereinheitlicht. Hier gilt seitdem:

  • Das Tier muss gechipt oder vor dem 3. Juli 2011 mit einer gut lesbaren Tätowierung versehen worden sein
  • Für den Hund muss ein vom Tierarzt ausgestellter Heimtierausweis mitgeführt werden, in dem die Nummer des Chips oder der Tätowierung vermerkt ist
  • Es muss eine gültige Tollwutimpfung vorliegen. Die Gültigkeit wird durch den Tierarzt im Heimtierausweis eingetragen.

Empfehlung: Achten Sie darauf, dass die mehrjährige Schutzdauer des Tollwutimpfstoffes im Impfpass/Heimtierausweis korrekt vermerkt wird – nach wie vor tragen viele Tierärzte nur eine einjährige Gültigkeitsdauer ein. Der Eintrag muss entsprechend den Angaben im Beipackzettel des Impfstoffs vermerkt werden. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich den Beipackzettel von Ihrem Tierarzt zeigen. Auf den Internetseiten des Paul-Ehrlich-Instituts stehen alle in Deutschland zugelassenen Impfstoffe für Hunde mit Links zu weiterführenden Informationen. Hier können Sie auch selbst die vom Hersteller angegebene Dauer der Immunität recherchieren. Weitere Informationen zu Impfungen finden Sie auf der hier auf der Seite unter Impfungen.

Bei Reisen in Länder außerhalb der EU empfiehlt es sich, rechtzeitig Informationen über die Einreisebedingungen zu erfragen. Am besten tun Sie dies bei der entsprechenden Botschaft oder dem Konsulat des Landes, da sich die Regelungen gelegentlich ändern. Viele Botschaften haben inzwischen auch einen Internetauftritt, wo man recherchieren kann.

Vorsicht Hitzschlag: Hunde bei Temperaturen über 20 °C nicht im geparkten Auto lassen

Jedes Jahr erleiden viele Hunde einen Hitzschlag, weil ihre Halter sie „nur kurz“ im Auto gelassen haben, während sie „mal eben“ in den Supermarkt oder zur Post gegangen sind. Dabei ist den meisten nicht bewusst, dass sich das Auto selbst bei etwas geöffneten Fenstern innerhalb kürzester Zeit extrem aufheizt. Wie schnell das geht, zeigt anschaulich ein Video von Tasso.

Ein Hitzschlag kann schnell zu einem Schock führen und damit lebensbedrohlich werden. Erste Maßnahmen, wenn es doch zu einer Überhitzung gekommen ist, beinhalten:

  • Tier sofort in den Schatten oder in einen kühlen Raum bringen
  • Vitalfunktionen prüfen (Atmung, Herzschlag, Schleimhäute etc.)
  • Körper langsam abkühlen,
    am besten mit kühlem (nicht eiskaltem) Wasser von den Gliedmaßen an,
    alternativ mit kalten Umschlägen um Kopf und Hals. Wasser bzw. Umschläge
    regelmäßig wechseln, da sonst wieder ein Wärmepolster entsteht
  • Dem Hund ausreichend lauwarmes Wasser in kleinen Portionen zur Verfügung stellen
  • Bei schlechtem Allgemeinbefinden oder Bewusstlosigkeit das Tier so schnell wie möglich zum Tierarzt bringen

Bei Reisen in Mittelmeerländer: Schützen Sie Ihren Hund vor schweren Infektionskrankheiten

In den Regionen rund ums Mittelmeer, teilweise auch in den südlichen Landesteilen Deutschlands, sind Infektionskrankheiten verbreitet, die oft einen schlimmen Verlauf nehmen – dazu gehören beispielsweise Leishmaniose, Ehrlichiose, Babesiose, Dirofilariose (Herzwurmerkrankung) und Anaplasmose. Sie werden teils durch bestimmte Mückenarten (Sandmücken), teils durch Zecken übertragen.

Der sicherste Schutz ist, den Hund gar nicht erst in diese Regionen mitzunehmen. Sollte dies nicht machbar sein, sollten Sie in jedem Fall auf einen guten Zeckenschutz und ggf. Mückenschutz achten und den Hund ab der Dämmerung nicht mehr nach draußen lassen, auch nicht im Auto (Sandmücken sind nachtaktiv).

Dänemark: Strenge Regelungen für „gefährliche“ Hunderassen

Seit mehreren Jahren gilt in Dänemark ein Gesetz, das sehr strenge Regelungen für das Mitführen von Hunden festlegt. Bestimmte Rassen und deren Mischlinge dürfen gar nicht eingeführt werden. Wenn Hunde, z. B. nach einem Angriff auf Menschen oder andere Hunde, als gefährlich eingestuft werden – die Entscheidung obliegt Polizisten – kann Leinen- und Maulkorbpflicht auferlegt oder im Extremfall sogar die Tötung des Hundes verfügt werden. Nähere Informationen zu den Regelungen finden Sie hier.

Unterkunft und Strände

Wer mit dem Hund verreisen möchte, muss oft feststellen, dass der Vierbeiner am Urlaubsort nicht unbedingt willkommen ist, sei es, wenn man spontan eine Unterkunft sucht oder wenn man einfach nur an den Strand will. Auch hier empfiehlt sich eine Recherche im Vorfeld. Anbieter hundefreundlicher Unterkünfte finden sich im in großer Zahl im Internet. Auch Hundestrände kann man sich hier bereits im Vorfeld suchen. So finden Sie z. B. auf der Seite www.reisen-mit-hund.org Sie derartige Hinweise nicht nur für Deutschland, sondern auch zahlreiche andere Länder.

Gute Reise und einen schönen Urlaub!