Buchrezension: „Hunde würden länger leben, wenn…“


„Endlich“, könnte man ausrufen, „endlich kommt die Einsicht auch von dieser Seite!“ Mit ihrem außerordentlich mutigen Buch „Hunde würden länger leben, wenn… – Schwarzbuch Tierarzt“, erschienen im Verlag BoD, ISBN 978-384 232 46-02, hat die österreichische Tierärztin Dr. Jutta Ziegler eine Reihe von bitteren Fakten ausgesprochen. Die Ergebnisse bekommen wir in der Tierheilpraxis leider häufig zu sehen.

Im Zentrum ihrer Kritik an der heutigen tierärztlichen Praxis steht die Verschreibung von Diätfuttermitteln, die den Tieren eher zusätzlichen Schaden zufügen, als zur Heilung beizutragen. Anhand einer Reihe von Praxisbeispielen führt sie drastisch vor Augen, welche Ergebnisse dabei herauskommen können. Sie macht dabei auch deutlich, was die Interessen der Fertigfutterindustrie sind und wie sich das auf die Qualtität der Futtermittel auswirkt. Wer tieferen Einblick in dieses Thema bekommen will, dem empfehle ich darüber hinaus das Buch „Katzen würden Mäuse kaufen“ von Hans-Ulrich Grimm (Leseprobe).

Weitere Themen im „Schwarzbuch Tierarzt“ sind die jährlichen Impfungen, die in dieser Frequenz eindeutig nicht erforderlich sind, der exzessive Einsatz von Antibiotika, Kortison und Antiparasitika sowie die Widerlegung von Gerüchten bzw. falschen Informationen rund um die Rohfütterung von Hunden und Katzen. Im letzten Kapitel gibt Frau Dr. Ziegler Hinweise, worauf man bei der Wahl des Tierarztes achten sollte.

Tierhalter bekommen mit diesem Werk eine gute Hilfestellung an die Hand, sei es im Hinblick auf die Fütterung ihres Tiers, sei es für die Argumentation gegenüber dem Tierarzt. Für 17,80 € eine gute Investition, wie ich finde.

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